Energie und Lichtarbeit – die Vierte

Die moderne Physik verwandelte das Bild vom Universum, als einer Maschine, in die Vision eines unteilbaren dynamischen Ganzen, dessen Teile grundsätzlich in Wechselbeziehungen zueinander stehen und nur als Muster eines kosmischen Prozesses verstanden werden können […].
Es herrscht Bewegung, doch gibt es letzlich keine sich bewegenden Objekte; es gibt Aktivität, jedoch keine Handelnden; es gibt keine Tänzer, sondern nur den Tanz.

Fritjof Capra, Wendezeit

Wenn man den Blick auf „das Ganze“ richtet, wird einem nicht nur klar, welch Wunder es ist, dass wir auf der Erde, als Menschen existieren und übrigens nirgends sonst in dieser Form leben (Soviel zum Gedankenexperiment, wo das Paradies, für den Menschen sein könnte 😉 ). Es wird einem auch klarer, wie untrennbar Verbunden wir damit sind. Energetisch gesehen, bekommt niemand das Universum (und seine Bestandteile) aus Dir raus und genauso wenig bekommt man Dich aus dem Universum. Im Ganzen betrachtet, wird Energie immer nur transformiert, es geht also keine „verloren“ oder kommt hinzu. Alles verändert sich einfach immer „nur“ und bleibt dabei Verbunden, scheinbar als eigener Teil im Ganzen enthalten. Energie ist so gesehen das, was Du sähst (in die Welt bringst) und Energie ist auch das, was bleibt. Wenn man an Gott glaubt, könnte man in diesem Gedankenexperiment vielleicht auch sagen: Energie ist ein Werkzeug seines Wesens.
Sie umgibt Dich, durchströmt Dich und zB Lebensenergie existert auch als Quelle in Dir…

Richtet man seinen Blick auf energetische Systeme, stellt man fest, dass innere Systeme, wie zB Gedanken, Gefühle, Sinneseindrücke, Haptik, Orientierung oder allgemeine Kraft / Vitalität mit den äusseren Systemen, wie zB dem Erdmagnetfeld, Schwerkraft, Licht, Wärme, Luftbewegung direkt verbunden und daher für uns auch direkt erfahrbar sind. Wir also „das Ganze“ tatsächlich wahrnehmen bzw. darauf reagieren und zwar unabhängig davon, ob wir das bewusst oder unbewusst tun. Die Crux ist also, dass wir uns „des Ganzen“ auch bewusst werden „müssen“, wenn wir agieren wollen. Bei unserer Geburt sind wir das übrigens noch nicht… 😉

Stell Dir vor, es gäbe einen Kreislauf des „Bewusst- und Ganz werdens“ in unseren Lebenszyklen. Einen Kreislauf also, der Dir bestenfalls Deine inneren und äusseren „Welten“ ->im gleichzeitigen Zusammenspiel<- bewusster werden lässt.

Vom Sein
Dieser Kreislauf beginnt mit Deinem Sein.
Damit meine ich mit Deinem Vorhandensein in Deiner Form, so ca bei Deiner Geburt.
Da bist Du noch nicht „fertig entwickelt“ und zuerst wird Dir langsam Deine Form bzw. Dein Körper bewusster. Du lernst zu greifen, zu stehen & gehen und auch Dich bemerkbar zu machen wenn Du Hunger hast oder Dir „unwohl“ ist.

Zum Fühlen
Vom „Sein“ geht es also im „Kreislauf des Bewusst- und GanzWerdens“ zum Körperlichen und seiner Kommunikation. Dein Körper spricht durch Gefühle mit Dir. Dein Gehirn vollbringt in dieser Zeit ware Meisterleistungen und passt sich Deinem Körper und seinen Veränderungen an. Deine Wahrnehmungsfähigkeit steigt und gleichzeitig lernst Du auch Deinen Körper bewusst zu erfahren und zu steuern.

Zum Denken
Spätestens, wenn Du Deinen Körper steuern, also zB stehen und gehen kannst. Entdeckst und erforschst Du die Welt. So wird Dir auch die Welt bekannter und bewusster. Du machst Deine Erfahrungen und mit diesen erschaffst Du Dir ein erstes Bild (oder gar Landkarten) der Welt. Das ist nicht nur wichtig, sondern unvermeitlich für Deine Entwicklung, Dein Zurechtkommen und Deine Orientierung (in der Welt).


Wenn man linear und mechanistisch denkt, könnte man auch meinen, dass dies das Höchste sei und damit ein Ziel. Schließlich ist man auf der Welt „oder erobert sie gar^^“ und findet sich zurecht 😉 Aber da gibt es einen Haken, denn unser Denken ermöglicht uns „nur“ Modelle der Wirklichkeit bzw. des Ganzen zu erschaffen. Die Wirklichkeit bzw. das Ganze selbst, kann man sich nicht erdenken, sondern (im Gegenteil) nur erfahren / bzw als Lebewesen erleben. Und so geht die Entwicklung weiter. Für Manche kommt die zweite Hälfte des Kreislaufs hinzu. Für Sie ist es wie ein erwachen aus dem „Konditionierungstraum der Welt“


Vom Denken
Wenn wir „intelligent“ genug sind unser Denken bewusst mitzubekommen, uns also nicht damit identifizieren, sondern eher beobachten, reflektieren bzw. lernen es auch „überwinden“ zu können, wird es spannend. Jenseits des Strukturierten, Definierten und in Worten gefassten Logos, beginnt das Existentielle, einfach Vorhandene und nur Erleb- bzw. Erfahrbare. Es gibt viele Dinge, die man nicht logisch verstehen oder erklären kann, wie zB Liebe, Freude, Glück, Gesundheit, Leben uvm.. Dinge, die jenseits Deiner Gedankenwelt erfahrbar sind. Die Sprache Deines Geistes sind Worte, Die Sprache Deines Körpers sind Gefühle.


Zum Fühlen,
Wenn wir „intelligent“ genug sind unser Fühlen bewusst mitzubekommen, uns also nicht damit identifizieren, sondern eher beobachten, reflektieren bzw. lernen es ebenso „überwinden“ zu können, geht der Kreislauf noch weiter. Wichtig ist dabei aber zu verstehen, dass es hier wirklich ums Fühlen geht und nicht ums „Gefühle Ausdenken“. Klingt zwar merkwürdig, aber für Viele könnte das heißen, überhaupt erstmal wieder Fühlen bzw. Spüren zu lernen und die Verbindung zu sich selbst und den eigenen Empfindungen wieder herzustellen und aufrechtzuerhalten.


Zum Sein
„Sein“ steht in diesem Kontext für die Dinge, die in einem Augenblick einfach vorhanden sind. Gelingt es Dir, nicht mehr in Modellvorstellungen zu verweilen und dabei mit Deinem Inneren bewusst verbunden zu sein, könnte man auch sagen, dass Du dann in Bewusstheit „des Ganzen“ und in Selbsterkenntnis existierst.


Tanz, meditativ und bewusst, ist ein schönes Beispiel, wie wir diese Ganzheit freudvoll erleben bzw. erfahren können. Wir „spielen“ dabei mit all den energetischen Systemen und Resonanzen oft gleichzeitig. Tanz hat sich parallel zum aufrechten Gang entwickelt und kann für mich eine quasie „natürliche“ Form von Meditation sein. Klar, dass hier natürlich kein Ballet oder Standardtanz, mit definierten Schrittfolgen gemeint ist – Vielleicht ist es auch einfach mal nur eine Gelegenheit, das Krönchen der Schöpfung abzulegen und das Partyhütchen aufzusetzen, um das Geschenk der Lebendigkeit zu feiern ;o))

Vielleicht auch Interessant:

Wozu Meditation?
Vera Birkenbihl zum Thema „Change im Weltbild“


Teil 1 zum Thema „Energie und Lichtarbeit“ findest Du hier.

Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

— Buddha


Teil 2 zum Thema „Energie und Lichtarbeit“ findest Du hier.

Educating the mind without educating the heart is no education at all.

— Aristoteles

Teil 3 zum Thema „Energie und Lichtarbeit“ findest Du hier.


Intelligenz ist die Fähigkeit, sich an Veränderungen anzupassen.

— Stephen Hawking

Teil 4 zum Thema „Energie und Lichtarbeit“ findest Du hier.

Die moderne Physik verwandelte das Bild vom Universum, als einer Maschine, in die Vision eines unteilbaren dynamischen Ganzen, dessen Teile grundsätzlich in Wechselbeziehungen zueinander stehen und nur als Muster eines kosmischen Prozesses verstanden werden können […].
Es herrscht Bewegung, doch gibt es letzlich keine sich bewegenden Objekte; es gibt Aktivität, jedoch keine Handelnden; es gibt keine Tänzer, sondern nur den Tanz.

— Fritjof Capra, Wendezeit

3 Kommentare zu „Energie und Lichtarbeit – die Vierte

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