Tanz des Raumes

Der Tanz des Raumes ist eines der Formate aus dem „Dancin with the light and the soul – Angebot“, das ich für und mit Claudia und der Community im Meditationszentrum Parimal kreiert habe. Er gehört also zu den Tanzreisen, die vom Denken – zum Fühlen – zum Sein führen und dem Weg des Bewusst- und Gewahrwerdens folgen.
Die Tanzreise führt durch 4 Phasen, die ich als universal wahrnehme und daher zu jeder Zeit und überall auf der Welt von Jedem „getanzt bzw. erfahren“ werden können bzw. überall (im Verlauf eines Lebens) natürlicherweise auch erfahren werden.

In den 4 Phasen kannst Du:

  • Deinen Bewegungsraum bewusst erkunden, neu erfahren, intensiv erleben oder auch erweitern.
  • Den Raum, in dem Du Dich bewegst bewusst wahrnehmen & erforschen. 
  • Deine Aufmerksamkeit nach Innen lenken und den inneren Raum, mit der Resonanz zur Musik bzw. -dem was ist-, bewusst erforschen und erspüren.
  • Das zuvor Erfahrene bzw. Erlebte frei „AusTanzen“ bzw. spielerisch ins freie Tanzen einfliessen lassen.

Vorher gibt es eine angeleitete Einstimmung.
Danach 5 Minuten Stille.

Schon in der Einstimmung erfahren wir viel über unseren Körper, seine Anatomie und die Bewegungsfähgkeit unserer Körperteile und Gelenke. Wir bewegen sie durch und wärmen uns dabei auf. Der Schwerpunkt liegt aber vorallem, auf dem Bewusstsein des Raumes, den wir durch unsere Bewegungen erreichen und durchschreiten. Dieser Raum, ist der Raum, den wir direkt energetisch erfahren können und auf den wir auch direkt einwirken können. Dieser Raum ist uns sicher und wir haben ihn stets zur Verfügung. Wir erfahren und erforschen dabei, wie unser Körper als Ganzes die einzelnen Körperteile darin unterstützen kann, diesen Raum zu erweitern oder auszufüllen.

Die erste Phase startet dann am Boden und erinnert an ein Kleinkind, dass seinen Körper und seine Bewegungsfähigkeit erst langsam „begreift“. Wir erforschen mit unseren Händen, Füßen und Körpern den Raum, den wir liegend erreichen bzw. durchschreiten können. Die Musik ist so gestalltet, dass sie zum Auftstehen einläd und die Beteiligten die anderen Ebenen (im Stand bis über den Kopf), auch erforschen lässt.
In der zweiten Phase ändert sich die Musik und wir beginnen dann tanzend den Raum, der uns umgibt und was in ihm enthalten ist zu erforschen. Indem wir unsere Bewegungsfähigkeit bewusst nutzen, orientieren wir uns, setzen uns in Bezug zu den anderen Mittänzern und erforschen so, was uns umgibt. Dabei durchschreiten wir den Raum und suchen uns auch Objekte die wir genauer „erforschen“ bzw. die wir in den Tanz einbinden möchten.
Dann ändert sich wieder die Musik und zieht uns mehr nach Innen. In der dritten Phase wenden wir uns so dem Raum in unserem Inneren zu. Den Raum also, den wir nicht auf die gleiche Art (be)greifen, wie unseren Bewegungsraum, der aber dennoch spürbar vorhanden ist. Wir bemerken durch die Musik, wie Resonanzen in diesem Raum wirken und uns in Bewegung versetzen können. Dabei bemerken wir auch, wie die Bewegungen, die wir machen, mit unserem inneren Raum und dem was resoniert übereinstimmt (oder eben genau nicht übereinstimmt).
In der letzten Phase lassen wir das Erlebte dann los und tanzen frei ohne bewussten Fokus auf die Räume. Aus der Erfahrung kann ich sagen, dass genau dabei dann oft eine innere Weite, Freiheit und Freude entsteht.

Auch der Tanz des Raumes ist ein Community Dance Format.
Das heißt, es geht bei ihm um den Tanz, der sich direkt mit unserem „Menschsein“, beschäftigt: Wie wir uns definieren, bewerten und erfahren. Jeder hat dabei Zugang – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Erfahrung oder Handicaps.
Es geht bei ihm nicht um spezielle Choreografien oder Bewegungsabläufe, sondern um die Einschließlichkeit der Beteiligten und das Bewusstsein, das im gemeinsamen erforschen „des Raumes“ entsteht. Diese gemeinsame Erforschung und Erfahrung führt zu einem Entwicklungsprozess, bei dem wir uns mit unserem dasein in der Welt – dem Raum, den wir einnehmen, mit der Art, wie wir die Welt begreifen und wie wir uns mit der Welt in Bezug setzen beschäftigen. Dabei können wir unsere bisherigen „Raumerfahrungen“ integrieren und einen Zugang zu unseren energetischen Körpererfahrungen bekommen.

Ich lobe den Tanz,
denn er befreit den Menschen
von der Schwere der Dinge
bindet den Vereinzelten
zu Gemeinschaft.

Ich lobe den Tanz
der alles fordert und fördert
Gesundheit und klaren Geist
und eine beschwingte Seele.

Tanz ist Verwandlung
des Raumes, der Zeit, des Menschen
der dauernd in Gefahr ist
zu zerfallen ganz Hirn
Wille oder Gefühl zu werden.


wird oft Augustinus zugeschrieben – der Autor ist allerdings unbekannt….

Ein Kommentar zu “Tanz des Raumes

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