Energie-,Lichtarbeit / Essenzcoaching und Tanz

Du musst lernen, mit der tiefsten und reinen Essenz deines Wesens in Kontakt zu treten.
Diese wahre Essenz geht über das Ego hinaus, sie kennt keine Angst.
Sie ist kostenlos, sie ist immun gegen Kritik. Sie hat keine Angst vor irgendeiner Herausforderung, sie ist niemandem unterlegen und niemandem überlegen. Sie ist voller Magie, Mysterium und Charme.

Deepak Chopra


Grundlagen – Teil 1

Einführung ins Thema Tanz


Als ich im Jahr 2018 für unsere Gemeinschaft, im Parimal das „Dancin with the light and the soul“ ins Leben rief, wurde ich gefragt, was denn das „Neue“ oder „Besondere“ an diesem „Tanzangebot“ sei. Im Parimal leben Menschen, die sich schon sehr lange mit Themen wie „Meditation“ & „Selbsterkundung“ beschäftigten und so war ich überrascht, über die Frage. Offengestanden, konnte ich in diesem Augenblick auch gar keine (einfache) Antwort geben. Ich sagte nur kurz „Nichts ist neu oder etwas besonderes daran“.

Für mich war Tanz „schon immer“ auch eine Form der Meditation und Selbsterkundung, die immer „tiefer“ führen kann und dabei gar heilsame Kräfte besitzt. Für mich war das alles nicht neu 😉

Heute weiß ich, dass Tanz und seine Formen und Funktionen nicht für jeden selbstverständlich und klar sind. Man darf also durchaus auch beim Tanz differenzieren, um was es geht. Daher möchte ich nun heute ein paar Gedanken und Erfahrungen dazu teilen. Sie beim Schreiben reflektieren, vervollständigen und für eine differenziertere Sicht sorgen:

Tanzen „an sich“ ist uralt. Egal wie weit wir in der Betrachtung zurückgehen, wir werden feststellen, dass Tanz die Entwicklung des Menschen begleitet hat und auch heute noch begleitet. Die Tanzformen und auch die Funktionen (warum man tanzt) mögen sich teilweise verändert haben, nicht aber das getanzt wird.

Bei den Urvölkern gehörte Tanz meist zum festen Bestandteil des täglichen Lebens. Er war Teil des Selbstausdruckes, der kollektiven Erfahrungsübertragung und Erlebnisgestaltung. Tanz integrierte den Einzelnen in die Gemeinschaft und ermöglichte Gefühle der Zusammengehörigkeit. Für das tägliche Leben und Überleben war das früher äußerst wichtig. Keiner Gemeinschaft zugehörig zu sein war oft ein „Todesurteil“. Nicht selten findet man auch Hinweise auf Zugänge zur Natur- und Götterwelt via Tanz bei den Urvölkern.

Mit fortschreitender Zivilisation diente der Tanz immer mehr auch der Integration des Einzelnen in die Gesellschaft und Kultur. So kennt man den Tanz in fast allen Traditionen als gottesdienstliches Element und gleichzeitig auch als eine Art Statussymbol zB im aufkommenden Adel. Als Mittel zur Steigerung der körperlichen und geistigen allgemeinen Leistungsfähigkeit war er ebenso bekannt und beliebt. Später wurde er auch zum Produkt des künstlerischen Schaffens, Unterhaltungsmittel und eine Ausgleichsmöglichkeit für die Belastungen der Arbeitswelt.

Heute finden sich all diese Funktionen und Formen nach wie vor in den Tänzen dieser Welt. Insbesondere in den Industrienationen sind vor Allem „Tänze“, um sozialen Bedürfnissen nachzugehen, aber auch das „freie Bewegen zur Musik“, entstanden. Tanzen ist dort heute kein Mittel mehr, um sich zurechtzufinden und den Alltag bzw. das Leben gemeinsam meistern zu können, sondern eher ein „Zusatzangebot“, dass man wie ein Freizeitangebot nutzen kann.

Drei große Bereiche findet man heute beim Tanz: Tanz als Leistungssport oder zur künstlerischen Darstellung (zB bei Wettbewerben & im Theater); Tanz als Freizeitbeschäftigung (zB in Diskotheken oder Tanzkursen) und Tanz als Mittel zur Selbsterfahrung und Bewustseinsarbeit (zB in den Bereichen Pädagogik & Therapie).

Der Pädagoge in mir, der das „Dancin with the light and the soul“ für die Gemeinschaft Parimal (incl. Meditationzentrum) kreierte, interessierte sich besonders für die Bereiche Selbsterfahrung und Bewusstseinsarbeit. Natürlich neben der simplen Freude am Tanz, die ich einfach in die Gemeinschaft bringen wollte und meiner eigenen Meditationspraxis, die ich aufgrund eines Unfalls verändern musste. Das Parimal wurde von dem Philosophen, Mystiker, Tantra- und ZEN-Meister Osho inspiriert, dessen Wunsch es unter Anderem war, dass Menschen in Ihre Ganzheitlichkeit finden.

einführung „inexhaustible Sources“ oder auch „Grounding“

Neulich sagte eine angehende Psychologin nach dem Tanz zu mir, dass Sie während der Veranstaltung einen Durchbruch hatte und sich nun auch eine Vision für Ihre Zukunft „meldete“. Sie war sehr dankbar für diese Erfahrung und ich sagte zu Ihr, dass ich mich für sie freute. Visionen für die Zukunft zu haben, wären zwar nicht grade ein Ziel der Veranstaltung, aber könnten eine wunderbare Folge daraus sein. Mir ginge es mehr ums „Grounding“, was auch immer daraus dann beim Einzelnen erwächst.
Worte wie Urvertrauen und „Stabilisierung in Prozessen“ kamen im weiteren Verlauf auf und so wuchs meine Idee, diesen Artikel zu schreiben, da ich bemerkte wie mißverständlich schon allein der von mir verwendete Begriff „Grounding“ ist.

Grounding – ein Zugang, zu der Ebene, aus der heraus Du Dich gründest (und aus der heraus Du dich daher selbst wahrnimmst).

Ein wenig „Theorie“ zum besseren Verständnis:
Wenn Du geboren wirst, erhälst Du eine Geburtsurkunde und einen Namen. Dein Weg ist oft schon organisatorisch vorbereitet und vorhersehbar: Kindergarten, Schule, Personalausweis mit ID, Ausbildung, Arbeit etc.. Diese Dinge sind vorallem notwendig, damit die Gesellschaft bzw. ein erdachtes System möglichst gut funktioniert (und Du in ihr/ihm).
Beim Durchleben dieses „vorgeschriebenen“ Weges entwickelst Du Dich zu einer eindeutig erkennbaren Person, innerhalb einer Gesellschaft. Die meisten Menschen identifizieren sich auch mit dieser „Person/Persönlichkeit“, die sie daher dann auch „ich“ nennen. Dieses „Ich“ gründet sich aus der Funktionalität in der Gesellschaft heraus. Manche nennen dieses „Ich“ auch Ego, da es sich vom Ganzen und allen Anderen abgrenzt, eindeutig erkennbar ist und dabei eigenständig lebt und auch zu sein scheint.

Als Du geboren wurdest, kamst Du allerdings insbesondere als „natürliches, menschliches Wesen“ auf diese Welt. Das Du ein Mensch und zur Menschlichkeit fähig bist, liegt nicht an der Gesellschaft und Deiner „Erziehung“. Und so gibt es dieses „natürliche Wesen“, die Essenz Deines Lebens und das Leben selbst genauso „in Dir“, wie die Formungen durch die Gesellschaft (& Kultur).

Ich bezeichne die „Grundlinie“ oft als Null oder als das Zentrum aus dem heraus man sich (wirklich) gründet. Quantenphysiker würden es vermutlich eher als Raum aller Möglichkeiten bezeichnen und für Andere ist die Linie bzw. dieser Bereich oft heilig und beinhaltet „die Schöpfung“ und den „Lebensplan an sich“, fernab von Rollen (und Irrwegen) bzw. als Weg der Natur und Natürlichkeit.

Im Tanzen können wir uns selbst vergessen. Da sind wir ganz bei uns. Der Tanz bringt uns vom Kopf in den Leib. Er löst die Spaltung zwischen Leib und Seele, zwischen Denken und Fühlen, zwischen dem Augenblick und den Gedanken, die in die Ferne schweifen, auf.
Er führt uns in die Gegenwart, in den Leib, in den augenblicklichen Schritt. Der nächste Schritt ist alles. Auf ihn sich einzulassen, hebt die Zerstückelung der Zeit auf und macht gegenwärtig.
Wenn wir so ganz Eins sind mit uns selbst, kommt der Rabbi ganz nahe, von dem erzählt wird, er habe so getanzt, dass er mit jedem Schritt heilige Einungen vollzogen habe.
Es ist der Tanz der Liebe, der Tanz der Schöpfung, der Tanz der uns über alles Irdische und Zeitliche hinausführt und uns schon jetzt, in der Bewegung des Tanzes, teilhaben lässt am reinen Augenblick der Ewigkeit.

Anselm Grün (Was der Seele gut tut 2015)


Beim „Dancin with the light and the soul“, im Meditationszentrum Parimal, geht es darum, mit dieser Ebene, der Null oder unserem „wirklichen Zentrum“ (wieder) in Kontakt zu kommen und oder den Kontakt zu pflegen und zu kultivieren.



Hier kommst du zu Teil 2 dieser Reihe:
Energie-,Lichtarbeit / Essenzcoaching und Tanz – „Eins bleiben“

Und hier zu Teil 3:
Energie-,Lichtarbeit / Essenzcoaching und Tanz – „Menschen & Weltbild“

Siehe auch die allgemeinen Artikel zur „Energie und Lichtarbeit“

5 Kommentare zu „Energie-,Lichtarbeit / Essenzcoaching und Tanz

  1. Lieber Basiro,
    Danke, dass ich deine Arbeit kennengelernt habe. Du beschreibst im Artikel all das, was ich erfahren habe: mich selbst zu spüren und alle Gefühle, die gerade lebendig waren. Es berührt und begeistert mich sehr, was du geschrieben bzw. zusammengetragen hast. Wünsche dir alles Liebe und viel Erfolg. Herzlichst Sigrid 🧡💜🪷

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