Energie-,Lichtarbeit / Essenzcoaching und Tanz – „Menschen & Weltbild“

Energy moves in waves. Waves move in patterns. Patterns move in rhythms. A human being is just that energy, waves, patterns, rhythms. Nothing more. Nothing less. A dance.

Gabrielle Roth


Grundlagen – Teil 3

Grundlagen und weitere Differenzierung der Tanzpraxis

Im letzten Teil stellten wir die Tanzpraxis als Möglichkeit vor, das eigene Leben durch eine entsprechende Struktur mit einem“ganzheitlichen und heilsamen“ Erfahrungsraum zu gestalten. In Bezug zum „Dancin with the light an the soul bzw. den Morningdances“ sprachen wir auch von der Wichtigkeit bzw. Ausrichtung auf Achtsamkeit, Bewusstsein und Intelligenz – die auch die Körperwahrnehmungen ganzheitlich mit einschließt, welche sich durch diese Tanzpraxis „kultivieren“ lässt.

Hin und wieder werde ich gefragt, ob der Tanz, den ich anbiete, eine „spirituelle Praxis“ sei oder weltanschauliche Dinge enthält.

Tatsächlich halte ich die eigene „Arbeit“ mit dem eigenen Menschen & Weltbild für essentiell und wichtig. Allerdings geht es beim „dancin with the light and the soul“ nicht um die Vermittlung eines anderen (neuen) Menschen & Weltbildes und auch nicht um die Bewusstmachung (bisher) bestehender Bilder. Ebenso geschieht die Musikauswahl und ~vielfalt nicht unter diesen Gesichtspunkten.
Essentiell für die Arbeit mit dem eigenen Menschen & Weltbild, empfinde ich die verbleibende Öffnung von Herz und Hirn für „das, was ist„. Also wie es gelingen kann bisher gewonnene „Bilder“ oder Konzepte zu vernachlässigen und „das Ganze“ „neu“ wahrzunehmen.

Wenn Du ganz bzw. total in den Tanz „reingehst“, kannst Du ganz zu dem werden „was ist“. Das eine Sein, im gegenwärtigen Augenblick, also erfahren. Du kannst vom Tänzer zum Tanz werden – so könnte man es auch beschreiben.

Die Heilung beginnt, wenn du dir selbst erlaubst zu sein, wer du wirklich bist.

Carl Rogers

Rogers Heilvorstellung setzt mE voraus, dass Du keinen Bildern folgst, wie Du selbst oder die Welt sein sollte. 😉

In meiner Vorstellung geht es beim Tanzen also auch um die Flexibilität von Herz & Hirn. Eine Flexibilität, die es uns ermöglicht einschränkende Muster und fixe Glaubenssätze „aufzuweichen“. Wenn wir uns leichter von nicht-passfähigen Vorstellungen oder „Stimmungen“ lösen können, finden wir einfacher, was passfähig ist und fühlen uns meist auch wohler.

Ebenso, wie Du den Schutzraum beim Tanz als „Heilraum“ nutzen kannst, kannst Du ihn also auch für Deine (eigene) spirituelle Praxis nutzen, wenn Du magst – unabhängig davon, an was Du glaubst. Da es um keine spezifischen Anschauungen oder Traditionen geht, sollte der Raum in den verschiedenen Formaten „passend“ sein, wenn Du Dich entwickeln willst.

Dancing is not just getting up painlessly, like a leaf blown on the wind; dancing is when you tear your heart out and rise out of your body to hang suspended between the worlds.

Rumi

„inexhaustible Sources“ -Teil 3
Das SEIN – im Rhytmus, Klang und der Energie des Ganzen“

Vorallem in der tibetischen Medizin und Heilweise spielt die (inexhaustible Source) Energie als Grundlage für die Gesundheit und damit beim Bild eines gesunden Menschen in der Welt (bzw. Universum), eine wichtige Rolle.

Zentral sind, im Bild der tibetischen Heilweisen, die 4 (manchmal auch 5) Elemente: – Feuer, Luft, Wasser, Erde – und ihr energetisches Wirken in der Welt und damit auch in uns:

Feuer und Luft werden „nach oben (gen Himmel) strebend“ fein und als eher wenig strukturierte Energien gesehen.
Wasser und Erde werden „nach unten (gen Erde) strebend“ gröber und durchaus auch als strukturierte (fest gewordene) Energien gesehen.

Kopf und Oberkörper werden Feuer und Luft zugeordnet;
Unterkörper und Füße werden Wasser und Erde zugeordnet.

Aus diesem Bild des energetischen Wirkens im Menschen, ergibt sich ein „auseinanderdriften“ von Ober- und Unterkörper und damit verbunden eine Spaltung (und grund für Krankheit) im Menschen.

Um Menschen zu heilen oder die Grundlage für eine (wachsende) Gesundheit zu legen, wird energetisch daran gearbeitet die Energien „des Kopfes“ in „den Körper“ und die Energien „des Körpers“ in der Kopf zu bekommen. So wirkt man der energetischen Spaltung auf ganzheitliche Weise entgegen und legt die energetische Grundlage für Gesundheit.

Im Tanz, bei den Morningdances, spielt genau das eine wesentliche Rolle – dort nennen wir es vom Kopf in den ganzen Körper zu kommen, da der Kopf in unserer Kultur mittlerweile eine Sonderstellung bekommen hat und der Körper mit seiner Intelligenz oft nicht mehr wahrgenommen werden kann.

Besonders gelungen ist das, wenn zumindest im Tanz, Denken, Fühlen und Handeln (wieder) kongruent geworden sind und die sich daraus ergebende Stimmigkeit auch bewusst wahrgenommen werden kann.



Siehe auch den ersten Teil dieser Reihe:
Energie-,Lichtarbeit / Essenzcoaching und Tanz
„Du musst lernen, mit der tiefsten und reinen Essenz deines Wesens in Kontakt zu treten…“

oder Teil 2:
Energie-,Lichtarbeit / Essenzcoaching und Tanz – „Eins bleiben“

2 Kommentare zu „Energie-,Lichtarbeit / Essenzcoaching und Tanz – „Menschen & Weltbild“

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